Die wichtigsten Vorteile eines Intranets sind eine höhere Produktivität, eine intensivere Zusammenarbeit und eine zentralisierte Dokumentenspeicherung, während die größten Nachteile in Sicherheitsrisiken, den Implementierungskosten und dem laufenden Verwaltungsaufwand liegen, der erforderlich ist, um den Nutzen des Intranets aufrechtzuerhalten. Ob ein Intranet für Ihr Unternehmen die richtige Wahl ist, hängt davon ab, ob diese Vorteile den tatsächlichen, laufenden Aufwand überwiegen, der für dessen Aufrechterhaltung erforderlich ist.
Vorteile von Intranets
Steigert die Produktivität und das Engagement der Mitarbeiter
Ein Intranet vereint die Belegschaft in einem einzigen Raum, in dem Mitarbeiter Gehör finden und ihre Meinungen Gehör finden. Eine Gallup-Studie ergab, dass 65 % der US-amerikanischen Mitarbeiter bei der Arbeit nicht engagiert sind, während eine Untersuchung des McKinsey Global Institute feststellte, dass die Produktivität in Unternehmen, in denen die Mitarbeiter wirklich miteinander und mit dem Unternehmen verbunden sind, um 20–25 % steigt. Indem alles, was die Mitarbeiter benötigen, an einem zentralen Ort gebündelt wird, entfällt zudem die ständige Notwendigkeit, zwischen verschiedenen Plattformen zu wechseln, was den Produktivitätsgewinn noch verstärkt.
Nutzergenerierte Inhalte tragen maßgeblich dazu bei, das Engagement der Mitarbeiter aufrechtzuerhalten – anstelle statischer, von oben vermittelter Botschaften fördert ein modernes Intranet den abteilungsübergreifenden Austausch, bietet den Mitarbeitern ein echtes Forum und sorgt dafür, dass die Plattform auch langfristig relevant bleibt.
Bietet eine integrierte soziale Plattform
Die Einbindung vertrauter Social-Media-Strukturen in den Arbeitsalltag bringt echte Vorteile mit sich: 82 % der Mitarbeiter glauben, dass Social Media ihre Beziehungen zu Kollegen verbessern kann, und 60 % sind der Meinung, dass es die Entscheidungsfindung am Arbeitsplatz unterstützt. Personalisierte Profile, eine durchsuchbare Startseite und Reaktionen wie Likes, Kommentare und Erwähnungen helfen den Mitarbeitern, Kontakte zu knüpfen und ein echtes Gemeinschaftsgefühl aufzubauen – auch wenn sie an verschiedenen Standorten tätig sind.
Eine Studie der „Harvard Business Review“ ergab, dass soziale Medien innerhalb und außerhalb des Unternehmens die Kosten senken und die Fähigkeit des Einzelnen stärken, eigeninitiativ und produktiv zusammenzuarbeiten – eine Dynamik, die ein soziales Intranet gezielt unterstützen soll.
Verbessert Zusammenarbeit und Kommunikation
Durch das Teilen, Kommentieren und gemeinsame Bearbeiten von Dokumenten können Mitarbeiter unabhängig von der räumlichen Entfernung gemeinsam an Projekten arbeiten. Ein gut aufgebautes Intranet unterstützt sowohl abteilungsspezifische Kooperationsbereiche als auch abteilungsübergreifende Kommunikation und macht so Wissen zugänglich, das andernfalls in Silos verbleiben würde. Dieser Fokus auf Kommunikation trägt zudem dazu bei, die Transparenz zu erhöhen, und signalisiert deutlich, dass effektive Kommunikation für das Unternehmen eine echte Priorität darstellt.
Integriert externe Tools
Ein Intranet soll als Drehscheibe für alle Tools dienen, die ein Unternehmen bereits nutzt – Google Workspace, Slack, Trello und ähnliche Plattformen lassen sich in der Regel alle in einem einzigen Bereich zusammenführen. Dadurch werden Silos direkt aufgebrochen: Unverbundene Tools führen dazu, dass Daten systemübergreifend getrennt vorliegen, wo sie verloren gehen oder doppelt gespeichert werden können, während integrierte Tools den Informationsfluss optimieren und den Zeitaufwand reduzieren, den Mitarbeiter durch das Wechseln zwischen Plattformen aufwenden müssen, um eine einzelne Aufgabe zu erledigen.
Ermöglicht die Anpassung der Software
Ein anpassbares Intranet ermöglicht es Ihnen, die Lösung auf die spezifischen Bedürfnisse Ihres Unternehmens auszurichten, anstatt eine generische Vorlage zu übernehmen, und Branding-Optionen tragen dazu bei, das Erscheinungsbild des Unternehmens zu vereinheitlichen. Viele Anbieter können ihre Software auf Anfrage weiter anpassen, und die besten modernen Intranets ermöglichen es den Mitarbeitern, Änderungen selbst vorzunehmen, ohne dass die IT-Abteilung oder externe Beratung erforderlich ist – so entwickeln sie sich gemeinsam mit dem Unternehmen weiter, anstatt statisch zu bleiben.
Beinhaltet eine Dokumentenspeicherung
Eine zentrale Dokumentenspeicherung mit einer effektiven Suchmaschine erspart den Mitarbeitern stundenlange Suchen nach einer Datei in einer unübersichtlichen Wissensdatenbank. Neben Arbeitsdokumenten lassen sich auch Dinge wie das Mitarbeiterhandbuch und Urlaubsanträge leicht selbst finden, was die Mitarbeiter selbstständiger macht und Kollegen entlastet, die andernfalls direkt um Hilfe gebeten würden.
Jederzeit und überall verfügbar
Auf cloudbasierte Intranets kann von jedem Gerät mit Internetverbindung aus zugegriffen werden, was insbesondere für Mitarbeiter wichtig ist, die auf Reisen sind oder nicht am Schreibtisch arbeiten. Die meisten Intranets bieten zudem eine eigene mobile App an, was angesichts der Zeit, die Menschen bereits mit ihren Smartphones verbringen, von Bedeutung ist – mobile Benachrichtigungen und personalisierte Newsfeeds halten Mitarbeiter überall auf dem Laufenden über Unternehmensneuigkeiten.
Nachteile von Intranets
Sicherheitsrisiko
Die Zentralisierung aller wichtigen Daten und Informationen eines Unternehmens an einem Ort konzentriert auch das Risiko, falls dieses System kompromittiert wird. Anbieter investieren zwar erheblich in die Absicherung ihrer Systeme, doch sind auf Unternehmensseite nach wie vor eine ordnungsgemäße Gateway- oder Firewall-Konfiguration sowie ein festgelegter interner „Verhaltenskodex“ für die Nutzung des Intranets erforderlich.
Informationsüberflutung
Ohne bewusste Organisation kann sich im Intranet so viel Inhalt ansammeln, dass es eher verwirrend als hilfreich wirkt. Mitarbeiter, die sich überfordert fühlen, neigen dazu, die Plattform gänzlich zu meiden, was dem Zweck zuwiderläuft – das Intranet schafft letztendlich genau das Problem der verstreuten Informationen neu, das es eigentlich lösen sollte.
Zeit und Kosten
Die Zeitpläne für die Implementierung variieren je nach Unternehmen erheblich, unabhängig davon, wie schnell und einfach es in der Werbung eines Anbieters dargestellt wird. Über die anfängliche Einführung hinaus erfordern die Schulung der Mitarbeiter und die Ernennung von zuständigen Verantwortlichen für verschiedene Bereiche der Plattform Zeit, und die laufende Wartung kann wiederkehrende Kosten verursachen. Es lohnt sich, jeden Anbieter direkt nach zusätzlichen Kosten zu fragen, die nach der Einführung anfallen könnten, und nicht nur nach dem Listenpreis.
Laufende Verwaltung
Ein Intranet läuft nicht von selbst. Einige Plattformen erfordern Mitarbeiter, die speziell für das Aufgabenmanagement innerhalb des Systems zuständig sind, und die Suche, Schulung und Einbindung dieser Personen ist ein eigener, fortlaufender Aufwand. Insbesondere Inhalte müssen kontinuierlich verwaltet werden, um die oben beschriebene Informationsüberflutung zu vermeiden.
Schwierige Implementierung und Akzeptanz
Ein Intranet, das zu schwer zu bedienen ist, wird einfach nicht genutzt – ganz gleich, wie viele wertvolle Informationen es enthält. Eine Untersuchung von Deloitte ergab, dass nur etwa 25 % der Mitarbeiter Unternehmens-Social-Networks tatsächlich nutzen, wobei der entscheidende Faktor fast immer die Relevanz und die Benutzerfreundlichkeit ist und nicht die Anzahl der Funktionen. Die Auswahl einer Plattform, die wirklich zum Kommunikationsstil Ihres Unternehmens passt, und die frühzeitige Vorbereitung der Mitarbeiter vor der Einführung sind wichtiger als jede einzelne Funktion.
Ständige Updates und Softwareprobleme
Eine Plattform, die nicht regelmäßig aktualisiert wird, neigt dazu, wieder in den statischen, veralteten Zustand zurückzufallen, von dem sich Intranets eigentlich entfernen sollen. Fehler sind ein normaler Bestandteil jeder Software, aber bei einem Anbieter ohne soliden Kundensupport und ohne nachweisbare regelmäßige Updates sollten Sie noch einmal gründlich überlegen, bevor Sie sich festlegen.
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Fragen, die Sie bei Ihrer Intranet-Bedarfsanalyse stellen sollten
Wenn die Vorteile für Ihr Unternehmen die Herausforderungen überwiegen, ist der nächste Schritt eine gründliche Bedarfsanalyse, bevor Sie mit der Bewertung von Anbietern beginnen. Hier sind einige nützliche Fragen:
- Wie oft nutzen Sie Ihr aktuelles Intranet, falls Sie eines haben?
- Wenn die Nutzung gering ist, was ist der Grund dafür und wie könnte sie verbessert werden?
- Welche Tools würden den Mitarbeitern tatsächlich helfen, ihre täglichen Aufgaben zu erledigen?
- Wie sieht der Kommunikationsstil Ihres Unternehmens aus, und wie kommunizieren die Mitarbeiter derzeit?
- Gibt es interne Vorreiter, die diese Umsetzung leiten könnten, oder müssen Sie ein solches Team erst aufbauen?
- Wie schwierig dürfte der Einführungsprozess für Ihre Mitarbeiter voraussichtlich sein?
- Wie hoch ist Ihr Budget für die Einführung?
- Wer wird die Schulungen durchführen und wie werden diese aussehen?
- Wie schnell muss die Plattform einsatzbereit sein?
- Wie viel interne Zeit kann realistisch gesehen für dieses Projekt eingeplant werden?
- Welche konkreten Probleme sehen Sie bereits, die durch ein Intranet direkt verbessert werden könnten?
Behalten Sie dabei stets das Endziel im Blick – streben Sie quantifizierbare Ergebnisse an, die Sie in ein konkretes Geschäftsziel umsetzen können. Es lohnt sich außerdem, Meinungen aus allen Ebenen der Organisation einzuholen, nicht nur von Stakeholdern und Führungskräften, da der Erfolg eines Intranets letztendlich davon abhängt, ob die Menschen, die es täglich nutzen, es als wertvoll empfinden.
FAQ
Wie kann ein Intranet dazu beitragen, die Produktivität und das Engagement der Mitarbeiter zu steigern?
Ein Intranet steigert Produktivität und Engagement, indem es die Belegschaft an einem zentralen Knotenpunkt vereint, an dem alles, was für die tägliche Arbeit benötigt wird, an einem Ort zugänglich ist, wodurch das ständige Wechseln zwischen verschiedenen Anwendungen entfällt. Untersuchungen zeigen, dass vernetzte Mitarbeiter um 20–25 % produktiver sind, und wenn man den Mitarbeitern durch wechselseitige Kommunikation und nutzergenerierte Inhalte eine echte Mitsprache ermöglicht, bleiben Engagement und Zufriedenheit langfristig auf einem höheren Niveau.
Inwiefern fördert ein Intranet soziale Kontakte und die Zusammenarbeit unter den Mitarbeitern?
Ein Intranet fördert soziale Verbindungen, indem es wie eine interne soziale Plattform funktioniert – personalisierte Profile, Reaktionen und Kommentare ermöglichen es den Mitarbeitern, auf natürliche Weise Beziehungen aufzubauen. Dies ist wichtig, da 82 % der Mitarbeiter der Meinung sind, dass soziale Tools die Beziehungen unter Kollegen verbessern. Über den sozialen Austausch hinaus unterstützen dieselben Funktionen echte Zusammenarbeit durch die gemeinsame Bearbeitung von Dokumenten und abteilungsübergreifende Kommunikation, wodurch Wissen freigesetzt wird, das andernfalls in Silos eingeschlossen bliebe.
Was sind die größten Risiken oder Nachteile bei der Einführung eines Intranets?
Die größten Risiken sind die Sicherheit – da die Zentralisierung von Unternehmensdaten an einem Ort auch das Risiko konzentriert, falls diese kompromittiert werden – sowie eine mangelnde Akzeptanz, da eine Plattform, die verwirrend oder irrelevant ist, unabhängig von ihren Funktionen einfach nicht genutzt wird. Auch Kosten und die laufende Verwaltung sind zu berücksichtigen – die Implementierungszeiträume variieren je nach Unternehmen, und die Pflege eines gut funktionierenden, gut organisierten Intranets erfordert kontinuierliche Aufmerksamkeit und ist nicht mit einer einmaligen Einrichtung erledigt.
Was sollte ein Unternehmen bei der Durchführung einer Intranet-Bedarfsanalyse berücksichtigen?
Eine Bedarfsanalyse sollte aktuelle Nutzungsmuster und deren zugrunde liegende Ursachen, den Kommunikationsstil der Mitarbeiter, das Budget, realistische Zeitpläne sowie die Frage, wer intern das Projekt vorantreiben kann, bewerten. Entscheidend ist, dass Mitarbeiter aus allen Ebenen der Organisation einbezogen werden, nicht nur Stakeholder und Führungskräfte, da der Erfolg eines Intranets letztendlich davon abhängt, ob die Menschen, die es täglich nutzen, es als wirklich nützlich empfinden.